Kirchen und Kapellen
Weggis
Die verschiedenen Kirchen und Kapellen sind Zeitzeugen der Weggiser Geschichte.
Pfarrkirche St. Maria
Die Pfarrkirche St. Maria steht mitten im Dorfzentrum und wurde mehrmals erneuert. Sie war wohl ganz am Anfang eine kleine Kapelle.
Der Turm der Pfarrkirche ist das älteste Bauwerk von Weggis, das bereits Jahrhunderte überdauerte. Schon von weitem erkennt man den roten Spitz des Turmes. Er steht auf einem zum See auslaufenden Felsen, der beim „Obkillenegg“ von den Fluten des Sees umspühlt wurde. Es dürfte sich um einen Wacht- oder Wehrturm am Seeufer gehandelt haben. Dort fand der Umschlag der Güter zum anderen Ufer statt. Möglich ist auch, dass die Dienstmannen des Klosters Pfäfers, dem Weggis einst zugehörte, in diesem Turm wohnten. In einiger Höhe der Südseite des Turmes befindet sich nämlich ein Einstieg. Der Turm ist das kraftvolle Beispiel eines aus unregelmässigen Steinen ausgeführten Menschenwerkes, das schon über tausend Jahre dasteht.
Reformierte Kirche
Ursprünglich ergriff der Kurverein Weggis die Initiative, dass ab 1906 protestantische Kur- und Feriengäste Gottesdienste in einem Schulzimmer abhalten konnten. Die Geistlichen wurden mit Ferientagen am wunderschönen Vierwaldstättersee entlöhnt. 1912 wurde der Verein „protestantischer Kappelbauverein“ gegründet, damit Weggis eine eigene protestantische Kirche bauen konnte. Initiant war ein Weggiser Arzt.
Nach Plänen von Architekt Indermühle aus Bern konnte die Kirche in den Jahren 1917/18 erbaut und im Juni 1919 eingeweiht werden. Sie blieb stets im Eigentum des Kapellenbauvereins, der späteren Protestanten-Vereinigung. Das Gotteshaus wurde im Winter 1982/83 einer gründlichen Gesamtrenovation unterzogen. Nach einer erneuten Innenrenovation im Jahre 2004 präsentiert es sich heute wieder als Schmuckstück der reformierten Kirchgemeinde Luzern. Direkt am Vierwaldstättersee gelegen ist es auch für auswärtige Paare ein beliebter Ort um Hochzeit zu feiern.
Allerheiligenkapelle
Die Allerheiligenkapelle steht im Weggiser Unterdorf direkt an der Dorfstrasse, die sich in zwei engen Kurven an der Kappelle, den Wohnhäusern und den Hotels vorbei windet. Nach aussen präsentiert sich die Kapelle als schlichter Baukörper unter steilem Satteldach.
Laut einer Bauinschrift ist die Kapelle 1623 von den Bewohnern des "Niederdorfes" wohl mit der finanziellen Hilfe und Unterstützung von Ritter Ludwig Amrhyn erbaut worden. 1850 traten die Korporationsbürger die Kappelle an die Pfarrgemeinde von Weggis ab.
Das Innere der Kapelle verfügt über einen bildnerischen und künstlerischen Reichtum, der in seiner festlichen Wirkung im Gegensatz zum schlichten Äussern steht. Den reichen Schmuck der Kapelle bilden die Wandgemälde. Der Name des Künstlers dieses qualitätvollen Freskenzyklus geht aus den Akten nicht hervor. Der Freskenzyklus entstand von 1642 bis 1648 und gehört zu den letzten glanzvollen Zeugnissen eines auf mittelalterlicher Tradition beruhenden Dekorationssystems mit Wandmalereien, das in der nachfolgenden Barockzeit zugunsten von Stuckdekorationen weitgehend aufgegeben wurde.
Heiligkreuzkapelle
Am traditionellen Weg auf die Rigi heisst die Heiligkreuzkapelle Wanderer willkommen. An dieser Stelle befand sich früher eine einfache Waldbruderklause, deren Bewohner den Rigipilgern auf ihrem Weg Erfrischung und Rast boten. Die Tür der Heiligenkreuzkapelle ist das ganze Jahr über geschlossen, nur ein kleines Fenster gewährt den Blick ins Innere der kleinen Kapelle.
Hügelkapelle Eggisbühl
Etwas abseits der Strasse von Weggis - Hertenstein erhebt sich auf der aussichtsreichen Kuppe das ehemalige Altersheim Eggisbühl (heute Schulzentrum "Hotel & Gastro formation") mit seiner Hügelkapelle. Vor vielen Jahrzehnten stand hier ein stattliches Herrschaftshaus. Vornehme Junker aus Luzern hatten es gebaut und suchten in der Sommerzeit Ruhe an einem einsamen Ort am See. Über die Geschichte der Kapelle ist wenig zu erfahren. Wann die Kapelle gebaut und eingeweiht wurde, ist nicht bekannt.
Später, als die Gebäude lange nicht mehr genutzt wurden und langsam verfielen, erwarb die Gemeinde Weggis 1835 dieses Land und baute daraus ein Armen- und später ein Altersheim. Endlich fanden in der Hügelkapelle wieder Gottesdienste statt, und sie hatte in den Heimbewohnern treue Besucher.
Verenakapelle
1795 wurde das Dorf Weggis von einer grossen Naturkatastrophe heimgesucht: Nach starken Regenfällen kamen grosse Teile des Rigihanges ins Rutschen. Ein gewaltiger Schlammstrom riss Bäume, Häuser und Ställe mit sich. Auch die Verenakapelle wurde dem Erdboden gleichgemacht. Drei Tage dauerte das Unwetter, bei dem ein ganzer Dorfteil verschüttet wurde. Über ein Jahrhundert danach, 1909, erinnerten sich die Weggiser noch immer an dieses Unglück. Zwei Weggiser errichteten die heutige Verenakapelle als Mahnmal genau der gleichen Stelle, an der sie früher stand.
Über dem Eingang der Kapelle hängt ein Bild der heiligen Verena, die der Kapelle ihren Namen gab. In einem Sternenhimmel eingebettet befindet sich das grosse Deckengemälde, das den Erdschlipf aus dem Jahr 1795 festhält.
Die Pfarrkirche St. Maria steht mitten im Dorfzentrum und wurde mehrmals erneuert. Sie war wohl ganz am Anfang eine kleine Kapelle.
Der Turm der Pfarrkirche ist das älteste Bauwerk von Weggis, das bereits Jahrhunderte überdauerte. Schon von weitem erkennt man den roten Spitz des Turmes. Er steht auf einem zum See auslaufenden Felsen, der beim „Obkillenegg“ von den Fluten des Sees umspühlt wurde. Es dürfte sich um einen Wacht- oder Wehrturm am Seeufer gehandelt haben. Dort fand der Umschlag der Güter zum anderen Ufer statt. Möglich ist auch, dass die Dienstmannen des Klosters Pfäfers, dem Weggis einst zugehörte, in diesem Turm wohnten. In einiger Höhe der Südseite des Turmes befindet sich nämlich ein Einstieg. Der Turm ist das kraftvolle Beispiel eines aus unregelmässigen Steinen ausgeführten Menschenwerkes, das schon über tausend Jahre dasteht.
Reformierte Kirche
Ursprünglich ergriff der Kurverein Weggis die Initiative, dass ab 1906 protestantische Kur- und Feriengäste Gottesdienste in einem Schulzimmer abhalten konnten. Die Geistlichen wurden mit Ferientagen am wunderschönen Vierwaldstättersee entlöhnt. 1912 wurde der Verein „protestantischer Kappelbauverein“ gegründet, damit Weggis eine eigene protestantische Kirche bauen konnte. Initiant war ein Weggiser Arzt.
Nach Plänen von Architekt Indermühle aus Bern konnte die Kirche in den Jahren 1917/18 erbaut und im Juni 1919 eingeweiht werden. Sie blieb stets im Eigentum des Kapellenbauvereins, der späteren Protestanten-Vereinigung. Das Gotteshaus wurde im Winter 1982/83 einer gründlichen Gesamtrenovation unterzogen. Nach einer erneuten Innenrenovation im Jahre 2004 präsentiert es sich heute wieder als Schmuckstück der reformierten Kirchgemeinde Luzern. Direkt am Vierwaldstättersee gelegen ist es auch für auswärtige Paare ein beliebter Ort um Hochzeit zu feiern.
Allerheiligenkapelle
Die Allerheiligenkapelle steht im Weggiser Unterdorf direkt an der Dorfstrasse, die sich in zwei engen Kurven an der Kappelle, den Wohnhäusern und den Hotels vorbei windet. Nach aussen präsentiert sich die Kapelle als schlichter Baukörper unter steilem Satteldach.
Laut einer Bauinschrift ist die Kapelle 1623 von den Bewohnern des "Niederdorfes" wohl mit der finanziellen Hilfe und Unterstützung von Ritter Ludwig Amrhyn erbaut worden. 1850 traten die Korporationsbürger die Kappelle an die Pfarrgemeinde von Weggis ab.
Das Innere der Kapelle verfügt über einen bildnerischen und künstlerischen Reichtum, der in seiner festlichen Wirkung im Gegensatz zum schlichten Äussern steht. Den reichen Schmuck der Kapelle bilden die Wandgemälde. Der Name des Künstlers dieses qualitätvollen Freskenzyklus geht aus den Akten nicht hervor. Der Freskenzyklus entstand von 1642 bis 1648 und gehört zu den letzten glanzvollen Zeugnissen eines auf mittelalterlicher Tradition beruhenden Dekorationssystems mit Wandmalereien, das in der nachfolgenden Barockzeit zugunsten von Stuckdekorationen weitgehend aufgegeben wurde.
Heiligkreuzkapelle
Am traditionellen Weg auf die Rigi heisst die Heiligkreuzkapelle Wanderer willkommen. An dieser Stelle befand sich früher eine einfache Waldbruderklause, deren Bewohner den Rigipilgern auf ihrem Weg Erfrischung und Rast boten. Die Tür der Heiligenkreuzkapelle ist das ganze Jahr über geschlossen, nur ein kleines Fenster gewährt den Blick ins Innere der kleinen Kapelle.
Hügelkapelle Eggisbühl
Etwas abseits der Strasse von Weggis - Hertenstein erhebt sich auf der aussichtsreichen Kuppe das ehemalige Altersheim Eggisbühl (heute Schulzentrum "Hotel & Gastro formation") mit seiner Hügelkapelle. Vor vielen Jahrzehnten stand hier ein stattliches Herrschaftshaus. Vornehme Junker aus Luzern hatten es gebaut und suchten in der Sommerzeit Ruhe an einem einsamen Ort am See. Über die Geschichte der Kapelle ist wenig zu erfahren. Wann die Kapelle gebaut und eingeweiht wurde, ist nicht bekannt.
Später, als die Gebäude lange nicht mehr genutzt wurden und langsam verfielen, erwarb die Gemeinde Weggis 1835 dieses Land und baute daraus ein Armen- und später ein Altersheim. Endlich fanden in der Hügelkapelle wieder Gottesdienste statt, und sie hatte in den Heimbewohnern treue Besucher.
Verenakapelle
1795 wurde das Dorf Weggis von einer grossen Naturkatastrophe heimgesucht: Nach starken Regenfällen kamen grosse Teile des Rigihanges ins Rutschen. Ein gewaltiger Schlammstrom riss Bäume, Häuser und Ställe mit sich. Auch die Verenakapelle wurde dem Erdboden gleichgemacht. Drei Tage dauerte das Unwetter, bei dem ein ganzer Dorfteil verschüttet wurde. Über ein Jahrhundert danach, 1909, erinnerten sich die Weggiser noch immer an dieses Unglück. Zwei Weggiser errichteten die heutige Verenakapelle als Mahnmal genau der gleichen Stelle, an der sie früher stand.
Über dem Eingang der Kapelle hängt ein Bild der heiligen Verena, die der Kapelle ihren Namen gab. In einem Sternenhimmel eingebettet befindet sich das grosse Deckengemälde, das den Erdschlipf aus dem Jahr 1795 festhält.
Tourist Information Weggis
Seestrasse 5
Postfach 343
6353 Weggis
Tel. +41 (0)41 227 18 00
Fax +41 (0)41 227 18 01
weggis@luzern.com
www.wvrt.ch
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